Samstag, 8. Juli 2017

Christina Wagner zu Besuch bei UNS (Kursbericht)

Wooohooooo!
Ich bin immer noch total geflasht und begeistert vom vergangenenen Wochenende, da die liebe Christina Wagner tatsächlich für einen Kurs zu uns gekommen ist.
Lange habe ich allen in meinem Stall von ihr vorgeschwärmt und siehe da: es trug Früchte und ich konnte genug Begeisterte auftreiben, um einen Kurs zu organisieren.
Also Anschnallen, hier kommt der Bericht!

Begrüßt wurde ich morgens mit einem Anruf von der Christina-Assistenz aka Friederike (vertauschte Rollen und so) und den Worten: "Ja also ich stehe hier in Weinheim und Christina taucht einfach nicht auf. Spaß, wir stehen hier am Stall, wo sollen wir hinlaufen?".
Und das am frühen Morgen (8:30Uhr). Aaargh. Na gut, somit war ich wenigstens richtig wach. Yay.

Nachdem alle Teilnehmer und Zuschauer eingetrudelt sind, begannen wir den Tag mit einer Vorstellungsrunde und der ersten Theorie-Einheit.
Zu meiner Überraschung war ich dann doch nicht die einzige, die eine Horsemanship-Einheit einlegen wollte; zwei weitere Teilnehmer wollten auch Christinas (hervorragendem) roten Faden folgen und mit der Basis anfangen.
Und wie wir wissen, ist die Basis die Basis der Basis und ohne Basis, hast du keine Basis (B. Branderup)!
In beiden Theorie-Einheiten ging es also darum, wie Pferd und Mensch gut miteinander kommunizieren können und was es dazu braucht (Kurz: Versprechen einhalten, um Vertrauen aufzubauen).
Für mich ist hier immer wieder spannend, sich wieder zu Gemüte zu führen, wie wichtig unser mentaler Zustand (Fokus) ist. Je klarer und präsenter wir sind, desto besser kann uns unser Pferd folgen - und wird es auch gerne tun.
Lohnt sich immer, darüber nachzudenken ;-)

Danach ging es ab in die Halle des Nachbarhofes. Ganz intelligent hatte ich mir überlegt, dass wir immer zu viert (also zwei Teilnehmer und Pferde) in die Halle gehen, da die meisten unserer Hottehühs selten drüben sind. Wir haben ja selbst einen wunderschönen Platz, auf dem man toll arbeiten kann. Nur für einen Lehrgang ist eben im Freien die Akustik des Mikrofons nicht besonders gut, daher der Ortswechsel.

Tivoli konzentriert © Lehrmeister Pferd
Tivoli war zum ersten Mal in der Halle - und hat es großartig gemeistert. Für mich bestand die erste
Einheit aus Horsemanship, da ich mich selbst auch wohler damit fühle und so mehr Sicherheit ausstrahlen kann. Tivo und ich konnten so erst einmal ankommen und zeigen, was wir so drauf haben. Was ich dabei an Christina so liebe: sie findet immer den Punkt, an dem es noch besser geht, und schafft es in kürzester Zeit, ihre Schüler auch hier weiter voran zu bringen. Hut ab, Chérie!
Meine zweite Einheit (vor dem Mittagessen) begann als kleiner Fail, da ich von Paddock zu Halle etwas zu lange gebraucht hatte und mir Christina schon entgegen kam - "du kamst nicht, daher dachten wir es gibt schon Mittagessen." Ehm neee, sorry...
Der Fail war aber natürlich vom Universum wie bestellt, denn es sollte eigentlich um die Anfänge der Kappzaum-Arbeit gehen - aufgrund Verzögerung bat mich Christina aber, das Knotenhalfter einfach drauf zu lassen. Das Werkzeug ist ja eh nur zweitrangig. Achso. Ja, wenn du das sagst.
Das Knotenhalfter war perfekt, denn so konnten wir Tivo prima erklären, dass wenn wir den Kopf bitte auf einer angenehmen Höhe haben wollen, dann meinen wir das auch so. Und Kopf-Geschüttel und Strickbeißen möchten wir nicht.
Ist ja nicht so, als mache ich damit nicht schon seit einem halben Jahr rum oder so. Aber hey: einmal Christina da, Blockade (hier mental) gelöst. Und wieder was gelernt. Check!
Springen wir mal eine Einheit weiter: nochmal Kappzaum-Arbeit, diesmal mit Kappzaum. Kein Kopfschlenkern mehr. Wir gehen also auf den Zirkel und versuchen einen Takt und die Gleise zu finden. Wie Christina so schön sagte: "Der ist so jung, eigentlich möchten wir gerade nicht mehr von ihm, als dass er schön rund läuft." Aye, Captain.
Was ich hier so schön finde: anstatt dem Pferd eine Hilfe nach der anderen zu geben, lassen wir erst einmal locker und finden selbst im Rückwärtsgehen einen Takt und unsere Gleise - das Pferd spiegelt das von alleine. So macht gemeinsame Arbeit Spaß!

Da ich selbst Teilnehmer war, konnte ich von den anderen leider immer nur Ausschnitte der Einheiten sehen. Zwei Teilnehmer haben sich auch mit der Kommunikation im Horsemanship beschäftigt und konnten entdecken, wie ihre gewonnene Klarheit direkt mit einem Kauen und Schlecken ihrer Pferde quittiert wurde. Ach so einfach geht das :-)
Die letzte Teilnehmerin im Bunde ist auch mit einem Jungspunt unterwegs gewesen, begann aber direkt mit der Akademischen Handarbeit. Auch hier war das Ziel, das Pferd schön rund laufen zu lassen. Klappte auch hier 1A mit Freude und Leichtigkeit ;-)

Mein Fazit des Tages: Christina lohnt sich einfach. Ich liebe ihre Klarheit, ihre Mentalität, ihre Feinheit und ihre Art zu unterrichten.
Und nicht nur ich, sondern auch die anderen Teilnehmer und Zuschauer sind aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus gekommen.
Für mich steht fest: so soll ein Lehrgang sein! Bitte mehr davon!

Ein großes Dankschön geht an alle, die an dem Tag dabei waren und sich auf das Abenteuer eingelassen haben!
Ebenso ein dickes Danke geht an Friederike, die die Christina-Assistenz gemimt hat und natürlich ein supercalifragilisticexpialigetisches Riesen-Dankeschön an Christina für den tollen Tag! <3



Der nächste Kurs mit Christina bei uns (76770 Hatzenbühl) wird am 16.12.2017 stattfinden! Verbindliche Anmeldung nur nach Absprache (lehrmeister-pferd@gmx.de) :-)