Dienstag, 24. März 2015

Wie die Pferdesuche mir in Umgang mit der Hochsensibilität hilft

Fremde Menschen anrufen? Auf fremde Höfe fahren? Unbekannte treffen? Unter Beobachtung mit Pferden arbeiten? Das macht schon "Normalos" nervös. Für Introvertierte ist es ein Schritt aus der Komfortzone. Aber für Hochsensible ist es pure Reizüberflutung. (Hochsensibilität hat nichts mit Labilität zu tun. Elaine Aron beschreibt es viel mehr als ein wahrhaftig sensibleres Nervensystem, dass mehr Reize aufnimmt. Hochsensible werden auch HSPs, Hochsensible Personen bzw. Highly Sensitive Persons, genannt.)

Und wie hilft es jetzt, sich zu vielen Reizen auszusetzen? 

Für mich ganz klar: da ich mich selbstbestimmt den Reizen aussetzen kann. Ich muss ja keinen Marathon machen. Ich rufe dann an, wenn ich mich danach fühle und mache nicht zu viele Besichtigungstermine für das Wochenende aus. Und der Rest ist reine Desensibilisierung. Und das klappt ganz gut. Immer eins nach dem anderen. 

HSPs stehen unter unglaublichem Druck, wenn sie unter Beobachtung stehen. So geht es mir auch. Schon seit Jahren. Früher bin ich sogar nur ganz alleine mit Nato in die Halle zum Arbeiten. Ich war sonst abgelenkt und nervös und das führte nur zu unnötigen Diskussionen zwischen Vier- und Zweibeiner. Mit der Zeit wurde das immer besser. 
Und jetzt, mit einem völlig fremden Pferd, sind die vielen Reize und die Nervosität natürlich wieder da. Aber tief durchatmen: das geht doch den meisten so!

Und mein Motto egal bei was:
Don't give up - grow up! (Pastor Rick Warren)